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Kategorie: Programme

App „Nearby Glasses“ – Smart Glas-Finder

Posted on 15. Juni 202613. Juni 2026 By Daniel Lensing Keine Kommentare zu App „Nearby Glasses“ – Smart Glas-Finder

Smart Glasses gehören zu den am schnellsten wachsenden Wearable‑Kategorien unserer Zeit. Sie kombinieren Kamera, Mikrofon, Sensorik und KI‑gestützte Funktionen in einem Gerät, das äußerlich kaum noch von einer normalen Brille zu unterscheiden ist. Genau diese Unsichtbarkeit macht sie faszinierend – und zugleich problematisch. Denn wer kann heute noch sicher sein, ob jemand im Café, im Fitnessstudio oder in der Bahn gerade unauffällig filmt.

Die App Nearby Glasses der myPocket PC GmbH setzt genau an diesem gesellschaftlichen Spannungsfeld an. Sie ist ein bewusst schlankes, aber technisch präzises Werkzeug, das Nutzer darüber informiert, wenn sich Smart‑Brillen in der Nähe befinden. Was zunächst simpel klingt, ist in Wahrheit ein hochrelevanter Beitrag zu digitaler Selbstbestimmung.

Technisches Werkzeug gegen soziale Unsicherheit

Nearby Glasses arbeitet mit Bluetooth Low Energy (BLE) und analysiert die sogenannten Company Identifiers, die Hersteller in ihren Werberahmen (Advertising Frames) hinterlegen. Viele Smart‑Brillen senden diese Signaturen permanent aus, sobald sie mit einem Smartphone gekoppelt sind. Die App nutzt diese Signale, um Modelle wie die Ray‑Ban Meta Smart Glasses, Snap Spectacles oder bestimmte Oakley‑Brillen zu erkennen.

Dabei geht es nicht darum, Kameraaktivitäten zu überwachen – das wäre technisch wie rechtlich unmöglich. Stattdessen schafft die App Transparenz über die Anwesenheit potenziell aufnahmefähiger Geräte. Das ist ein entscheidender Unterschied: Nearby Glasses ist kein Überwachungswerkzeug, sondern ein Informationsinstrument.

Warum diese App zur richtigen Zeit kommt

Die gesellschaftliche Debatte über Smart Glasses steckt noch in den Kinderschuhen. Während Smartphones sichtbar sind, verschwinden Kameras zunehmend in Alltagsgegenständen. Die Ray‑Ban Meta etwa sieht aus wie eine klassische Sonnenbrille – und filmt in 1080p mit Weitwinkelobjektiv.

Viele Menschen empfinden das als Eingriff in ihre Privatsphäre, weil sie nicht einschätzen können, ob sie gerade aufgenommen werden. Nearby Glasses adressiert genau dieses Gefühl der Unsicherheit. Die App ist damit weniger ein technisches Gadget als vielmehr ein digitales Frühwarnsystem für Situationen, in denen Menschen sich beobachtet fühlen könnten.

Datenschutz als Grundprinzip, nicht als Marketingversprechen

Ein herausragendes Merkmal der App ist ihre kompromisslose Datenschutzphilosophie. Nearby Glasses…

  • speichert keinerlei personenbezogene Daten,
  • enthält keine Werbung,
  • verzichtet vollständig auf Tracking,
  • arbeitet ausschließlich lokal auf dem Gerät,
  • ist vollständig Open Source (AGPL‑3.0).

Diese Transparenz ist nicht nur ein technisches Statement, sondern ein politisches. In einer Zeit, in der viele Apps mehr Daten sammeln als nötig, zeigt Nearby Glasses, dass Privatsphäre und Funktionalität kein Widerspruch sein müssen.

Der offene Quellcode ermöglicht unabhängige Sicherheitsprüfungen, Community‑Beiträge und eine langfristige Vertrauensbasis. Gerade bei einer App, die sich mit Überwachungstechnologien beschäftigt, ist das ein entscheidender Vertrauensfaktor.

Fehlalarme: Ein notwendiger Kompromiss

Die App arbeitet mit Herstellerkennungen, die nicht exklusiv für Smart‑Brillen reserviert sind. Manche VR‑Headsets oder andere Wearables nutzen ähnliche Identifikatoren. Dadurch kann es zu Fehlalarmen kommen.

Doch dieser Kompromiss ist technisch unvermeidbar – und er ist ehrlich kommuniziert. Die App behauptet nicht, mehr zu können, als technisch möglich ist. Sie liefert Hinweise, keine Urteile. Genau diese Zurückhaltung macht sie seriös.

Ein Blick hinter die Kulissen: Wer die App entwickelt hat

Nearby Glasses wurde von Yves Jeanrenaud entwickelt und wird von der myPocket PC GmbH bereitgestellt, einem Schweizer Unternehmen mit Sitz in Wolhusen. Die Firma ist seit Jahren im Bereich mobiler Softwarelösungen aktiv und hat sich einen Ruf für technisch saubere, datenschutzfreundliche Anwendungen erarbeitet.

Die App ist im Apple App Store und Google Play Store verfügbar und läuft auf:

  • iOS und iPadOS ab Version 16 – Link zum Apple Store
  • Android – Link zu Google Play

Praktische Einsatzszenarien: Wo Nearby Glasses wirklich hilft

Die App entfaltet ihren Nutzen überall dort, wo Menschen sich unbeobachtet fühlen möchten oder müssen. Dazu gehören:

  • öffentliche Verkehrsmittel, in denen Nähe unvermeidbar ist,
  • Fitnessstudios, wo ungewollte Aufnahmen besonders sensibel sind,
  • Cafés und Restaurants, in denen Gespräche privat bleiben sollen,
  • Schulen und Universitäten, wo Aufnahmen oft verboten sind,
  • Veranstaltungen, bei denen Künstler oder Sprecher Kontrolle über ihre Inhalte behalten möchten.

Nearby Glasses ersetzt keine Hausordnung und keine gesetzlichen Regelungen – aber sie schafft Bewusstsein. Und Bewusstsein ist der erste Schritt zu Selbstbestimmung.

Stärken und Schwächen – realistisch betrachtet

Die App überzeugt durch ihre Klarheit: Sie tut genau das, was sie verspricht, und nicht mehr. Ihre größten Stärken sind der Datenschutz, die Offenheit des Codes, die Plattformvielfalt und die intuitive Bedienung.

Die Schwächen liegen naturgemäß in der Technologie: Sie erkennt nur Geräte, die Bluetooth‑Signale aussenden, und kann nicht feststellen, ob eine Kamera aktiv ist. Doch das ist kein Versäumnis, sondern eine technische Grenze, die kein Gerät dieser Art überschreiten kann.

Fazit: Werkzeug für eine neue Ära der Privatsphäre

In einer Welt, in der Kameras immer kleiner, leistungsfähiger und unsichtbarer werden, ist Nearby Glasses ein wichtiges Gegengewicht. Die App ist kein Alarmismus‑Tool, sondern ein nüchternes, technisch sauberes Instrument, das Menschen wieder ein Stück Kontrolle über ihre Umgebung gibt.

Sie ist ein Beispiel dafür, wie Open‑Source‑Software gesellschaftliche Probleme adressieren kann – pragmatisch, transparent und ohne kommerzielle Hintergedanken.

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OpenDyslexic – Wie eine Schriftart Menschen unterstützen kann

Posted on 17. Februar 202616. Februar 2026 By Daniel Lensing Keine Kommentare zu OpenDyslexic – Wie eine Schriftart Menschen unterstützen kann

Dyslexie – oft auch als Legasthenie bezeichnet – betrifft weltweit Millionen Menschen. Sie ist keine Frage der Intelligenz, sondern eine neurobiologische Besonderheit, die das Lesen und Schreiben erschwert. In einer zunehmend textbasierten Welt kann das zu erheblichen Herausforderungen führen. Genau hier setzt OpenDyslexic an: eine speziell entwickelte Schriftart, die das Lesen für Betroffene erleichtern soll.

Doch wie funktioniert das eigentlich? Und was sagt die Forschung dazu? Dieser Artikel beleuchtet die Hintergründe, Vorteile, Grenzen und Einsatzmöglichkeiten von OpenDyslexic.

Was ist OpenDyslexic?

OpenDyslexic ist eine kostenlose, quelloffene Schriftart, die 2011 von Abelardo Gonzalez entwickelt wurde. Ihr Ziel ist es, typische Schwierigkeiten beim Lesen – wie Buchstabenverwechslungen oder das „Verschwimmen“ von Zeilen – zu reduzieren.

Die Schriftart ist heute in vielen digitalen Anwendungen verfügbar, darunter:

  • E‑Book‑Reader
  • Browser‑Erweiterungen
  • Lernplattformen
  • Betriebssysteme und Apps

Ihr offener Lizenzansatz ermöglicht es Entwicklern, sie frei zu integrieren – ein wichtiger Schritt für barrierefreie digitale Inhalte.

Wie unterstützt OpenDyslexic?

Die Gestaltung der Schrift basiert auf typischen Wahrnehmungsproblemen, die bei Dyslexie auftreten. OpenDyslexic versucht, diese durch gezielte Designentscheidungen abzufedern.

1. Verstärkte Unterlängen (schwere Basen)

Die Buchstaben haben unten eine optisch „schwere“ Basis.
Ziel: Buchstaben sollen stabiler wirken und weniger „kippen“ oder „rotieren“.

2. Größere Unterscheidbarkeit der Zeichen

Viele Buchstabenpaare sehen in klassischen Schriften sehr ähnlich aus, z. B.:

  • b / d
  • p / q
  • n / h

OpenDyslexic vergrößert die Unterschiede bewusst, um Verwechslungen zu reduzieren.

3. Großzügige Abstände

Die Schrift nutzt:

  • größere Buchstabenabstände
  • mehr Zeilenhöhe
  • klarere Worttrennung

Ziel: Das Auge soll leichter in der Zeile bleiben und weniger „springen“.

4. Einheitliche, ruhige Linienführung

Die Schrift wirkt insgesamt ruhiger und weniger dekorativ.
Ziel: Ablenkungen minimieren, Fokus erhöhen.

Was sagt die Forschung?

Die wissenschaftliche Lage ist differenziert – und das ist wichtig zu verstehen.

Positive Erkenntnisse

Einige Studien und Erfahrungsberichte zeigen:

  • Nutzer*innen empfinden OpenDyslexic als angenehmer zu lesen.
  • Die erhöhte Unterscheidbarkeit kann subjektiv Sicherheit geben.
  • Die Schrift kann das Leseerlebnis emotional entlasten – ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Einschränkungen

Andere Untersuchungen kommen zu dem Schluss:

  • Die Lesegeschwindigkeit verbessert sich nicht zwingend.
  • Klassische Schriften wie Arial, Verdana oder Helvetica schneiden teilweise ähnlich gut ab.
  • Der Effekt ist stark individuell – was einer Person hilft, hilft einer anderen vielleicht nicht.

Fazit der Forschung:

OpenDyslexic ist kein Wundermittel, aber ein wertvolles Werkzeug, das vielen Menschen hilft – besonders in Kombination mit weiteren Unterstützungsmaßnahmen.

Warum subjektive Wahrnehmung so wichtig ist

Dyslexie ist keine einheitliche Störung, sondern ein Spektrum.
Das bedeutet:

  • Was für eine Person funktioniert, kann für eine andere irrelevant sein.
  • Schriftarten sind nur ein Baustein im Gesamtpaket der Unterstützung.
  • Motivation, Selbstvertrauen und Lesekomfort spielen eine große Rolle.

Viele Betroffene berichten, dass OpenDyslexic ihnen ein Gefühl von Kontrolle gibt – und allein das kann das Lesen erleichtern.

Einsatzmöglichkeiten im Alltag

OpenDyslexic lässt sich in vielen Bereichen nutzen:

1. Digitale Texte

  • Browser‑Plugins (z. B. für Chrome, Firefox)
  • E‑Book‑Reader wie Kobo oder Kindle (über sideloading)
  • Lernplattformen und Schulsoftware

2. Dokumente und Präsentationen

  • Word, LibreOffice, Google Docs
  • PowerPoint oder Keynote
  • Arbeitsblätter für Schule oder Nachhilfe

3. Webseiten

Entwickler können OpenDyslexic einfach über CSS einbinden.
Das verbessert Barrierefreiheit und zeigt Inklusionsbewusstsein.

4. Apps und Benutzeroberflächen

Viele Apps bieten inzwischen eigene „Dyslexie‑Modi“, oft mit OpenDyslexic als Option.

Vorteile von OpenDyslexic

VorteilBeschreibung
Kostenlos & Open SourceKeine Lizenzkosten, frei nutzbar.
BarrierefreiheitUnterstützt inklusives Design.
Subjektiv angenehmes LesenViele Betroffene berichten von Erleichterung.
Einfache IntegrationIn vielen Tools und Plattformen verfügbar.
Hohe UnterscheidbarkeitReduziert typische Buchstabenverwechslungen.

Grenzen und Kritikpunkte

KritikpunktErklärung
Nicht für alle hilfreichDyslexie ist individuell – nicht jeder profitiert
ÄsthetikManche empfinden die Schrift als „ungewohnt“ oder „schwer“.
Keine garantierte LeistungssteigerungStudien zeigen gemischte Ergebnisse.
LesegeschwindigkeitWird nicht immer verbessert.

Wie man OpenDyslexic sinnvoll einsetzt

  1. Nicht erzwingen – immer als Option anbieten.
  2. Mit anderen Maßnahmen kombinieren, z. B.:
    • Text‑to‑Speech
    • Zeilenlineale
    • farbliche Hintergründe
    • klare Strukturierung
  3. Testen lassen – Betroffene sollten selbst entscheiden.
  4. Kontext beachten – für lange Texte kann sie hilfreich sein, für kurze UI‑Elemente vielleicht weniger.

Zusammenfassend

OpenDyslexic ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Design Barrieren abbauen kann. Die Schriftart bietet vielen Menschen mit Dyslexie spürbare Erleichterung, auch wenn die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht eindeutig sind. Entscheidend ist die individuelle Erfahrung: Wenn OpenDyslexic das Lesen angenehmer macht, ist sie ein Gewinn.

In einer inklusiven digitalen Welt sollte sie daher als Option selbstverständlich verfügbar sein – nicht als Pflicht, sondern als Möglichkeit, Menschen mit Dyslexie ein Stück mehr Selbstbestimmung zu geben.

#t2dhero, Arbeitszimmer, Gesundheit, Leben Beruf und Gesundheit, Lesestoff, Office

WinAuth – vielseitige Authenticator für Windows

Posted on 7. Januar 20264. Januar 2026 By Daniel Lensing Keine Kommentare zu WinAuth – vielseitige Authenticator für Windows

Digitale Sicherheit ist längst kein Nischenthema mehr. Ob Gaming, Kryptowährungen, E‑Mail oder Cloud‑Dienste – überall, wo sensible Daten im Spiel sind, gehört die Zwei‑Faktor‑Authentifizierung (2FA) heute zum Standard. Während mobile Authenticator‑Apps wie Google Authenticator oder Microsoft Authenticator weit verbreitet sind, gibt es auch Nutzer, die ihre Codes lieber direkt am PC verwalten. Genau hier kommt WinAuth ins Spiel.

WinAuth ist ein portabler, kostenloser und Open‑Source‑Authenticator für Windows, der zahlreiche Dienste unterstützt und sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreut.

Was ist WinAuth?

WinAuth ist ein Windows‑basiertes Authenticator‑Tool, das zeitbasierte Einmalpasswörter (TOTP) und Zähler-basierte HOTP‑Codes nach dem Standard RFC 6238 generiert. Damit funktioniert es ähnlich wie Google Authenticator – nur eben direkt auf dem Desktop.

Die Software wurde ursprünglich entwickelt, um Gamern eine einfache Möglichkeit zu geben, Dienste wie Steam, Battle.net, Guild Wars 2 oder SWTOR ohne Smartphone zu authentifizieren. Später kamen zahlreiche weitere Plattformen hinzu, darunter auch Bitcoin‑Börsen wie Coinbase oder Bitstamp.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick

Unterstützung vieler Dienste

WinAuth kann für eine breite Palette von Plattformen genutzt werden, darunter:

  • Google‑ und Microsoft‑Konten
  • Steam (inkl. SteamGuard & Handelsbestätigungen)
  • Battle.net (World of Warcraft, Diablo, Hearthstone)
  • Guild Wars 2, RuneScape, SWTOR, WildStar
  • Bitcoin‑Exchanges wie Coinbase, Gemini, Bitstamp

Damit eignet sich WinAuth besonders für Nutzer, die viele verschiedene Accounts verwalten.

Portable Nutzung – keine Installation nötig

Ein großer Vorteil: WinAuth benötigt keine Installation und kann direkt ausgeführt werden.
Das macht die Software ideal für:

  • USB‑Sticks
  • temporäre Arbeitsumgebungen
  • portable Sicherheits-Setups

Starke Schutzmechanismen

WinAuth bietet mehrere Ebenen der Absicherung:

  • Passwortschutz für die App und einzelne Authenticator‑Einträge
  • Bindung an den Windows‑Account oder die Hardware des PCs
  • Unterstützung von YubiKey für zusätzliche Sicherheit

Damit ist WinAuth trotz Desktop‑Umgebung erstaunlich robust gegen Missbrauch.

Automatische oder manuelle Code‑Aktualisierung

Die generierten Codes können:

  • automatisch im 30‑Sekunden‑Rhythmus aktualisiert werden
  • oder per Klick neu erzeugt werden

Das ist besonders praktisch, wenn man mehrere Accounts gleichzeitig verwaltet.

Backup‑ und Wiederherstellungsfunktionen

Für viele unterstützte Dienste bietet WinAuth komfortable Möglichkeiten, Authenticator‑Daten zu exportieren oder wiederherzustellen. Das erleichtert den Gerätewechsel oder die Sicherung der eigenen 2FA‑Konfiguration.

Installation & Bedienung

Da WinAuth portabel ist, besteht die „Installation“ lediglich aus:

  1. Download der ZIP‑Datei
  2. Entpacken
  3. Starten der EXE

Die Benutzeroberfläche ist funktional, aber nicht modern – was auch der Grund ist, warum der Entwickler selbst eine komplette UI‑Überarbeitung als notwendig bezeichnet hat.

Software ist „End of Life“

Laut GitHub‑Repository wurde WinAuth 2019 archiviert und befindet sich im Wartungsmodus. Die letzte stabile Version ist 3.5.1, die Beta 3.6 wird nicht mehr aktiv weiterentwickelt.

Was bedeutet das für Nutzer?

  • WinAuth funktioniert weiterhin zuverlässig.
  • Sicherheitsupdates sind jedoch nicht mehr zu erwarten.
  • Für langfristige Nutzung sollte man Alternativen im Blick behalten.

Vorteile & Nachteile im Überblick

VorteilNachteil
Kostenlos & Open SourceKeine aktive Weiterentwicklung
Portable, keine Installation nötigUI wirkt veraltet
Unterstützt viele Gaming‑ und Krypto‑DiensteDesktop‑Authentifizierung ist grundsätzlich riskanter
Passwortschutz & YubiKey‑SupportKeine mobile Version
Ideal für Multi‑Account‑Power‑UserZukunft ungewiss

Für wen eignet sich WinAuth heute noch?

WinAuth ist besonders geeignet für:

  • Gamer, die Steam, Battle.net oder Guild Wars 2 nutzen
  • Power‑User, die viele 2FA‑Konten zentral am PC verwalten
  • Nutzer ohne Smartphone
  • Techniker, die portable Sicherheitslösungen bevorzugen

Weniger geeignet ist WinAuth für:

  • sicherheitskritische Unternehmensumgebungen
  • Nutzer, die langfristige Softwarepflege erwarten
  • Personen, die 2FA primär mobil nutzen möchten

Zusammenfassend

WinAuth ist ein kleines, aber mächtiges Tool, das vielen Nutzern seit Jahren treue Dienste leistet. Die Kombination aus Portabilität, breiter Dienstunterstützung und starken Sicherheitsfunktionen macht es zu einer hervorragenden Lösung für alle, die ihre Authenticator‑Codes lieber am PC verwalten.

Trotz des eingestellten Entwicklungsstatus bleibt WinAuth ein wertvolles Werkzeug – besonders für Gamer und technisch versierte Anwender. Wer jedoch maximale Zukunftssicherheit sucht, sollte parallel moderne Alternativen im Blick behalten.

Client, Programme, Software, Windows 11

Termine des Microsoft Patchdays 2026

Posted on 16. Dezember 202513. Januar 2026 By Daniel Lensing 1 Kommentar zu Termine des Microsoft Patchdays 2026
Weißer Schriftzug „UPDATE“ auf schwarzem Hintergrund
Bild by Markus Winkler – https://www.instagram.com/m23

Im Standard veröffentlicht der Hersteller Microsoft an jedem 2ten Dienstag im Monat seine Aktualisierungen. Durch diese Vorgabe entstehen folgende Termine für das Jahr 2026:

13. JanuarBaseline-Patchday
10. FebruarHot-Patchday
10. MärzHot-Patchday
14. AprilBaseline-Patchday
12. MaiHot-Patchday
09. JuniHot-Patchday
14. JuliBaseline-Patchday
10. AugustHot-Patchday
08. SeptemberHot-Patchday
13. OktoberBaseline-Patchday
10. NovemberHot-Patchday
14. DezemberHot-Patchday

Hotpatching von Microsoft ist eine Methode, um Updates auf Windows Server sowie Windows Enterprise-Clients zu installieren, ohne dass ein Neustart erforderlich ist. Dabei wird der im Speicher befindliche Code laufender Prozesse gepatcht, ohne dass der Prozess neu gestartet werden muss.

Hotpatching ist besonders nützlich für Unternehmen, die eine hohe Verfügbarkeit ihrer Server benötigen und Ausfallzeiten minimieren möchten.

Bei allen anderen Systemen werden alle Patchdays inkl. der erforderlichen Neustarts durchgeführt

Client, Office, Patchday+Updates, Programme, Server, Windows 11, Windows Server 2019, Windows Server 2022, Windows Server 2025

Selbstextrahierende EXE-Datei mit 7-ZIP

Posted on 24. November 202522. November 2025 By Daniel Lensing Keine Kommentare zu Selbstextrahierende EXE-Datei mit 7-ZIP

Ein selbstextrahierendes Archiv (SFX) ist eine ausführbare Datei im EXE-Format, die ein komprimiertes Archiv und den passenden Entpacker kombiniert. Der Vorteil: Der Empfänger benötigt keine zusätzliche Software wie 7-Zip oder WinRAR, um die Dateien zu entpacken. Ein Doppelklick genügt, und die Inhalte werden automatisch extrahiert. Optional kann direkt im Anschluss ein Programm gestartet werden – ideal für Installationsroutinen.

Voraussetzungen

Um mit 7-Zip ein SFX-Archiv zu erstellen, benötigt man:

  • 7-Zip
    Diese kann sich auf der Herstellerseite heruntergeladen werden: 7-zip.org
  • SFX-Module
    Ebenfalls auf der Hersteller-Webseite zu bekommen: SDK-Download
  • Texteditor
    Dieser wird für die Konfigurationsdatei (config.txt) benötigt

🛠️ Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Archiv erstellen

  • Mit 7-Zip die gewünschten Dateien zu einem .7z-Archiv packen.
  • Empfohlene Einstellungen:
    • Format: 7z
    • Kompression: LZMA (hohe Kompressionsrate, gute Performance)

2. Arbeitsverzeichnis vorbereiten

  • Lege ein neues Verzeichnis an.
  • Kopiere hinein:
    • Das erstellte .7z-Archiv
    • Das SFX-Modul (7z.sfx)
    • Eine Konfigurationsdatei (config.txt)

3. Konfigurationsdatei erstellen

Die config.txt steuert das Verhalten der EXE. Beispiel mit festem Ordnerpfad:

;!@Install@!UTF-8!
Title="Mein Programm"
BeginPrompt="Möchten Sie die Dateien entpacken?"
ExtractTitle="Entpacke Dateien..."
InstallPath="C:\\MeinProgramm"
RunProgram="setup.exe"
GUIMode="2"
;!@InstallEnd@!
  • InstallPath:
    Legt den Zielordner fest, in den die Dateien extrahiert werden.
  • RunProgram:
    Startet nach dem Entpacken automatisch eine Anwendung.
  • GUIMode:
    Steuert die Benutzeroberfläche (z. B. stiller Modus oder Fortschrittsanzeige).
    Mode 0 – Standard-GUI mit allen Dialogen (z. B. Pfadauswahl, Fortschrittsanzeige)
    Mode 1 – Reduzierte GUI – Fortschrittsanzeige sichtbar, aber keine Pfadauswahl
    Mode 2 – Silent Mode – keine GUI, keine Dialoge, Entpackung läuft im Hintergrund

Tipp: Mit Umgebungsvariablen wie %ProgramFiles%, %TEMP% oder %USERPROFILE% kannst du flexible Pfade definieren.

4. EXE zusammenfügen

Mit der Windows-Kommandozeile:

copy /b 7z.sfx + config.txt + archiv.7z meinInstaller.exe
  • copy /b fügt die Dateien binär zusammen.
  • Ergebnis: Eine ausführbare Datei meinInstaller.exe, die sich selbst entpackt und optional ein Programm startet.

Erweiterte Möglichkeiten

  • Benutzerwahl des Pfades:
    Wenn du kein InstallPath setzt, erscheint ein Dialog zur Auswahl des Zielordners.
  • Automatisierung:
    Skripte können direkt nach dem Entpacken ausgeführt werden – praktisch für portable Tools oder Installationsroutinen.

Sicherheit & Einschränkungen

  • Adminrechte:
    Manche SFX-Archive verlangen erhöhte Rechte, insbesondere wenn Programme gestartet werden.
  • Kompatibilität:
    SFX-Module unterscheiden sich je nach Systemarchitektur (32-Bit vs. 64-Bit). Das sollte aber heute nicht mehr so ein Problem darstellen.
  • Alternative Tools:
    Neben 7-Zip existieren auch IExpress (Windows-Bordmittel), allerdings gilt es als veraltet und unsicher.

Zusammenfassend

Mit 7-Zip lassen sich kostenlose, flexible und portable selbstextrahierende EXE-Dateien erstellen. Dank der Möglichkeit, den Ordnerpfad direkt in der Konfiguration festzulegen, kannst du Installationen noch gezielter steuern. Ob fester Pfad oder Benutzerwahl – die Anpassung ist einfach und macht deine Distribution professionell und komfortabel.

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PSAppDeployToolkit 4.1.6: Stabilitäts-Upgrade

Posted on 20. Oktober 202519. Oktober 2025 By Daniel Lensing Keine Kommentare zu PSAppDeployToolkit 4.1.6: Stabilitäts-Upgrade

Mit Version 4.1.6 liefert das PSAppDeployToolkit-Team ein solides Wartungsrelease, das zahlreiche Fehlerbehebungen und Verbesserungen bringt – insbesondere für das Dateikopiermodul Copy-ADTFile, das in vielen Deployment-Szenarien eine zentrale Rolle spielt. Wer mit modularen Frameworks, robuster Fehlerbehandlung und GUI-gestützten Installationen arbeitet, sollte sich dieses Update genauer ansehen.

Copy-ADTFile – endlich zuverlässig und fehlertolerant

Copy-ADTFile ist ein essenzieller Bestandteil vieler PSADT-Deployments, sei es für das Kopieren von Payloads, Konfigurationsdateien oder temporären Ressourcen. In früheren Versionen (v4.1.0–v4.1.5) gab es jedoch einige Stolpersteine:

  • Robocopy-Parameter und Wildcards
    Die Handhabung von Wildcards in Quellpfaden und die Kombination mit benutzerdefinierten Robocopy-Parametern war fehleranfällig. Jetzt funktioniert die Übergabe korrekt, auch bei komplexen Kopiermodi.
  • Fehlerbehandlung bei Teilkopien
    Früher konnten einzelne Kopierfehler das gesamte Deployment stoppen – selbst wenn ContinueFileCopyOnError gesetzt war. Dieses Verhalten wurde korrigiert: Fehler werden nun sauber protokolliert, ohne den Prozess unnötig abzubrechen.
  • Verbesserte Logging-Konsistenz
    Die Logausgaben bei Kopieroperationen sind nun klarer strukturiert und enthalten präzisere Statusmeldungen – ein Segen für Troubleshooting und Compliance-Dokumentation.

Weitere wichtige Fixes in Version 4.1.6

Auch abseits von Copy-ADTFile bringt das Update zahlreiche Verbesserungen, die das Toolkit stabiler und vielseitiger machen:

UI & Dialoge

  • Fluent Dialogs nutzen jetzt Software-Rendering – hilfreich bei Remote-Control-Tools wie ScreenConnect.
  • URLs im Dialogtext werden korrekt formatiert und verschachtelte Tags sauber interpretiert.
  • UI-Probleme bei erhöhtem explorer.exe wurden behoben.

Session-Handling & Prozesse

  • Start-ADTProcessAsUser funktioniert nun auch ohne aktive Benutzersession.
  • TerminalServerMode verhält sich korrekt, wenn kein Terminalserver erkannt wird.
  • Argumente in Start-ADTProcess werden zuverlässig aufgelöst.

Registry, Umgebungsvariablen & Shortcuts

  • HKLM-Zugriffe im SID-Kontext sind stabilisiert.
  • Remove-ADTEnvironmentVariable entfernt nun die Variable vollständig.
  • Get-ADTShortcut funktioniert wieder für URL-Shortcuts.

MSI & Paketfunktionen

  • Start-AdtMsiProcess deinstalliert MSIs zuverlässiger.
  • New-ADTZipFile ist wieder funktionsfähig.
  • Get-ADTApplication liefert korrekte Ergebnisse, auch bei fehlerhaften MSI-Eigenschaften.

Zusammenfassend

Für Enterprise-Architekten, die auf robuste, dokumentierte und fehlertolerante Deployment-Frameworks setzen, ist PSADT 4.1.6 ein Pflicht-Update. Besonders die Verbesserungen rund um Copy-ADTFile machen das Toolkit wieder ein Stück zuverlässiger – gerade in heterogenen Umgebungen mit eingeschränkten Rechten oder komplexen Kopierlogiken.

Patchday+Updates, Powershell, Programme, Programmierung, Software, Windows 11, Windows Server 2022, Windows Server 2025

Veyon: freie Klassenraum-Management-Software

Posted on 29. September 202526. September 2025 By Daniel Lensing Keine Kommentare zu Veyon: freie Klassenraum-Management-Software

In einer zunehmend digitalisierten Bildungslandschaft ist die Kontrolle über Schülergeräte im Unterricht essenziell. Die Open-Source-Software Veyon (Virtual Eye On Networks) bietet Lehrkräften eine plattformübergreifende Lösung zur Überwachung, Steuerung und Präsentation in digitalen Lernumgebungen. Sie ist nicht nur kostenlos, sondern auch flexibel, sicher und datenschutzfreundlich – ideal für Schulen, Bildungseinrichtungen und Trainingszentren.

Was ist Veyon?

Veyon ist eine quelloffene Software zur Überwachung und Steuerung von Computern in Netzwerken. Sie wurde als Nachfolger des Projekts iTALC entwickelt und ist seit 2017 unter dem Namen Veyon verfügbar. Die Software ermöglicht es Lehrkräften, Schülerbildschirme zu beobachten, den eigenen Bildschirm zu übertragen, Geräte zu sperren oder sogar zentral ein- und auszuschalten.

Funktionen im Überblick

  • Bildschirmüberwachung: Lehrkräfte sehen alle Schülerbildschirme in einer übersichtlichen Icon-Ansicht und können per Klick einzelne Geräte öffnen oder Screenshots erstellen.
  • Bildschirmübertragung (Demo-Modus): Der eigene Bildschirm oder der eines Schülers kann live an alle anderen Geräte übertragen werden – wahlweise im Vollbild- oder Fenstermodus.
  • Steuerung und Sperrung: Mit einem Klick lassen sich Eingabegeräte sperren, Bildschirme einfrieren oder Geräte blockieren – ideal zur Fokussierung auf den Unterricht.
  • Fernsteuerung: Lehrkräfte können Schülergeräte fernsteuern, Programme starten oder schließen und sogar Geräte per Wake-on-LAN einschalten.
  • LDAP/AD-Integration: Veyon lässt sich nahtlos in bestehende Verzeichnisdienste wie LDAP oder Active Directory integrieren. So bleiben Standort- und Geräteinformationen stets aktuell.
  • Sicherheit durch RSA-Schlüssel: Die Authentifizierung erfolgt über ein RSA-Schlüsselpaar, das sicherstellt, dass nur autorisierte Lehrkräfte Zugriff auf Schülergeräte erhalten.

Installation und Einrichtung

Die Installation erfolgt getrennt für Lehrer- und Schülergeräte:

  • Lehrgerät: Installation mit „Veyon Master“, Konfiguration über den Veyon Configurator.
  • Schülergeräte: Installation ohne Master-Komponente, nur mit dem Veyon-Dienst.

Die Einrichtung umfasst:

  • Erzeugung eines RSA-Schlüsselpaares
  • Definition von Standorten und Geräten
  • Auswahl eines VNC-Servers (z. B. UltraVNC)
  • Konfiguration des Netzwerkobjektverzeichnisses

Plattformübergreifend und mehrsprachig

Veyon läuft unter Windows und Linux und unterstützt heterogene Umgebungen – ein Linux-Lehrgerät kann problemlos Windows-Schülergeräte steuern und umgekehrt. Die Software ist in zahlreichen Sprachen verfügbar, darunter Deutsch, Englisch, Französisch und viele weitere.

Lizenz und Community

Veyon steht unter der GNU General Public License (GPL) und wird aktiv von der Community weiterentwickelt. Die offizielle Website veyon.io bietet umfangreiche Dokumentation, Handbücher und Support.

Einsatzszenarien

  • Schulen: Kontrolle über Schülergeräte im Unterricht, Bildschirmübertragung für Präsentationen.
  • Trainingszentren: Fernsteuerung und Demonstration von Softwareabläufen.
  • IT-Administration: Remote-Wartung und Monitoring in Netzwerken.

Zusammenfassend

Veyon ist ein Paradebeispiel für gelungene Open-Source-Software im Bildungsbereich. Sie bietet Lehrkräften die nötige Kontrolle, ohne Kompromisse bei Datenschutz oder Flexibilität einzugehen. Wer eine kostenlose, leistungsfähige und transparente Lösung für den digitalen Unterricht sucht, sollte Veyon unbedingt ausprobieren.

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Daniel Lensing

Ich betreibe diesen Blog, bei dem ich meine Erfahrungen aus der IT & dem Berufsalltag sowie dem Wahnsinn des Lebens mit Höhen und Tiefen. Darunter meine „Erlebnisreise“ zum Planeten „Diabetes mellitus Typ-2“.

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